Das Leopold Museum – NFT Kollektion Egon Schiele

Wie ich in meinem Bericht über das Leopold Museum schon ausgeführt habe, gehört es zu meinem Lieblingsmuseen in Wien. Natürlich habe ich auch den Newsletter des Museums aboniert und so davon erfahren, dass eine NFT Kollektion von Egon Schiele aufgelegt wird. Und dann habe ich mich erinnert, erst vor ein paar Wochen im „Frühstück bei mir“ in Ö3 von solchen NFT`s gehört zu haben.

NFT heißt Non-Fungible Token und ist ein kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und überprüfbares Token (dt. Wertmarke), das einen bestimmten Gegenstand, sei er digital oder physisch, in einer Blockchain repräsentiert. Es ist also die digitalisierte Form eines Vermögenswertes dessen damit verbundenen Rechte und Pflichten auf den Token überschrieben werden. Das heißt, die Besitzverhältnisse werden digital abgebildet und sind somit handelbar.

24 ausgewählte Werke von Egon Schiele als NFT

Das Leopold Museum hat jetzt unter dem Titel „Timeless Reflections. The original Egon Schiele NFT Collention“ 24 ausgewählte Gemälde und Zeichnungen von Egon Schiele für die erste, exklusive NFT-Kollektion eines Museums in Österreich auf den Markt gebracht. Durch eine Kooperation des Leopold Museums mit der NFT-Plattform LaCollection und der Österreichischen Post AG ist es derzeit möglich, ausgewählte Werke der Sammlung Leopold als NFT zu erwerben. Der Verkauf läuft bis 26. Mai 2022.

Leopold Museum - NFT von Egon Schiele "Weiblicher Akt mit erhobenen Unterarmen" - www.wien-erleben.com

Lange Rede, kurzer Sinn – ich bin jetzt stolzer Besitzer des NFT`s „Weiblicher Akt mit erhobenen Unterarmen“ (1910) von Egon Schiele. Es gab drei Kategorien, von Ultra Rare (Auflage 2 Stück) über Super Rare (10) bis zu Rare (100). Mein NFT ist aus der Rare-Kollektion. Bis zum 26. Mai 2022 erhält man auch noch einige „Goodies“ bei einem Kauf, wie z. B. Rabatt für den Museumsshop und Jahreskarten.

Der Erwerb der NFT`s läuft über die Plattform LaCollection und geht sehr einfach und schnell. Man meldet sich mit seiner Mailadresse und einem Passwort an und bekommt beim Einloggen immer noch eine Zahlenkombination per Mail zugesandt. Dann sucht man sich seinen Lieblings-Schiele aus und zahlt u. a. mit Kreditkarte oder PayPal. Innerhalb kurzer Zeit bekommt man dann seine Bestätigungen und Zertifikate.

Leopold Museum - Zertifikat NFT von Egon Schiele "Weiblicher Akt mit erhobenen Unterarmen" - www.wien-erleben.com

Der verschollene Schiele

Ein besonderes Highlight unter den NFTs ist das nach mehr als 100 Jahren wiederentdeckte Frühwerk Leopold Czihaczek am Klavier (1907), welches bereits als NFT zu erwerben ist, bevor man es im Original im Museum bewundern kann.

Das 1907 entstandene und bislang als verschollen geltende Schiele-Gemälde Leopold Czihaczek am Klavier hat sich in Privatbesitz in äußerst gutem Zustand erhalten. Die Besitzer*innen erklärten sich bereit, das Gemälde dem Leopold Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Nach der Reinigung und Restaurierung wollen wir das Gemälde in der Wien 1900-Dauerpräsentation der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Leopold Museum - illuminierte Fassade mit Egon Schiele - www.wien-erleben.com
Illuminierte Fassade des Leopold Museum mit Egon Schiele

Egon Schiele

Egon Leo Adolf Ludwig Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, Österreich-Ungarn geboren. Er start am 31. Oktober 1918 in Wien an der spanischen Grippe. Er war ein Maler des Expressionismus und neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zählt er zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne.


Informationen

Adresse: Museumsplatz 1, 1070 Wien (7. Bezirk / Neubau)

Öffentliche Verkehrsmittel: U2 Station Museumsquartier  |  U2 / U3 Station Volkstheater  |  Straßenbahn Linien 1, 2, 71, D Haltestelle Burgring

Öffnungszeiten: Mi-Mo: 10.00 bis 18.00 | Di geschlossen

Web: www.leopoldmuseum.org/de

Website LaCollection: www.lacollection.io

Quellennachweis: wikipedia, Website Leopold Museum und LaCellection

1 Kommentare für: Das Leopold Museum – NFT Kollektion Egon Schiele

  • Paula

    Eine sehr spannende Entwicklung, die sich hier in der Museumswelt tut. Ich freue mich, dass heimische Museen wie das Leopold Museum und das Belvedere zu den Pionieren in diesem Feld zählen und bin gespannt, wie sich diese Projekte weiterentwickeln werden!

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