Der Stephansdom

Der Stephansdom ist das Herz und das Wahrzeichen Wiens. Zusammen mit dem Stephansplatz bildet er das Zentrum der Stadt und des 1. Bezirks. Die korrekte Bezeichnung des von den Wienern liebevoll Steffl genannten Doms ist Dom- und Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen. Der Stephansdom ist eines der wichtigsten gotischen Bauwerke in Österreich. Im ehemaligen Österreich-Ungarn durfte keine Kirche höher als der Südturm des Stephansdoms erbaut werden.

Stephansdom Wien - Südansicht bei blauem Himmel - www.wien-erleben.com

Wenn man in Wie unterwegs ist, dient der Steffl meist als Orientierungs- und Ausgangspunkt. Mit den zwei sich kreuzenden U-Bahnlinien U1 und U3 ist die Station Stephansplatz auch der Mittelpunkt des öffentlichen Verkehrs in Wien. So ist der Stephansdom ein vertrauter Anblick und der Stephansplatz als Drehscheibe ist ständig belebt. Auf der Nordseite warten die Fiaker auf ihrem Standplatz auf Kundschaft und auf dem Platz versuchen als Mozart verkleidete Verkäufer Karten für Konzerte an Touristen zu verkaufen. Auch sind immer wieder interessante Veranstaltungen auf dem Stephansplatz, vom Weihnachtsmarkt über Lesungen und Konzerte bis hin zu Demonstrationen.

Führungen im Stephansdom

Stephansdom Wien - Treppe zum Südturm - www.wien-erleben.comTrotz der hohen Präsenz und auch hoher Besucherzahlen kommt mir vor dass sich viele nicht so intensiv mit dem Stephansdom beschäftigen wie er es eigentlich verdient hat. Er ist ja immer da und man wirft gerne einen Blick auf ihn und freut sich ihn zu sehen. So richtig kennenlernen kann man ihn aber mit Führungen. Und da bieten sich viele Möglichkeiten. Das Innere des Doms lässt sich sehr schön mit einem Audioguide erkunden. Der Nordturm ist mit einem Aufzug erreichbar und bietet von der Aussichtsplattform einen tollen Ausblick über Wien. Der Südturm hingegen muss zu Fuß bestiegen werden. 343 Stufen sind zu erklimmen um die Aussicht von der Türmerstube aus zu genießen.

Stephansdom Wien - Aussicht vom Südturm - www.wien-erleben.com
Die Peterkirche und die Votivkirche vom Südturm aus gesehen

Statt in die Höhe geht es bei den Katakomben in die Tiefe. Durch die Kruzifixkapelle gelangt man zur Herzogsgruft, der Bischofsgruft und alten Grabkammern. Allein die alten unterirdischen Gänge sind ein Erlebnis. In den Katakomben ist es nicht erlaubt zu fotografieren, was natürlich für einen Bericht auf meinem Blog nicht optimal ist. Jedoch erhielt ich für meine Berichterstattung eine Ausnahmegenehmigung für die ich mich sehr herzlich beim Kirchenmeisteramt und Herrn Brenner von den Führungen bedanke.

Stephansdom Wien - Grab in den Katakomben - www.wien-erleben.com

Sehr interessant ist auch die Dachbodenführung, deren Höhepunkt ein Rundgang in der Dachrinne des Stephansdoms ist. Außerdem sieht man die gewaltigen Dimensionen, die das Dach des Doms hat. Diese Führung wird nur zu bestimmten Terminen und unter Voranmeldung durchgeführt. Den Link zu den Führungen findest Du am Ende des Berichts bei den Informationen.

Stephansdom Wien - Dachrinne - www.wien-erleben.com
Dachrinne des Stephansdom in der man bei einer Dachbodenführung um den Dom herum geht

Der Stephansdom bietet auch immer wieder Neues. So wird der Dom oft zur Ausstellung für moderne Kultur. So habe ich schon den „Himmel aus Steinen“ und die „Himmelsleiter“ bewundern dürfen. Mehr dazu weiter unten.

Die Geschichte des Stephansdoms

Das Areal, welches später vom Stephansdom eingenommen wird, liegt östlich des römischen Legionslagers Vindobona im Bereich der Lagervorstadt. Die Anfänge des Doms gehen auf das Jahr 1137 zurück, aus dem der Tauschvertrag zwischen Markgraf Leopold IV. und dem Bischof von Passau überliefert ist. Dabei wurden auch Pfarrrechte ausgetauscht, um es dem Bischof zu ermöglichen, außerhalb der damaligen Stadt eine Kirche zu bauen, die dem Patrozinium des heiligen Stephanus unterstellt werden sollte, dem Patron der Bischofskirche von Passau. Die erste Kirche wurde 1147 fertiggestellt und im selben Jahr geweiht. Die Kirche war für die damalige Stadt völlig überdimensioniert. Geostet ist die Kirche auf den Sonnenaufgang des 26. Dezember 1137.

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Von 1230 bis 1245 entstand unter Herzog Friedrich II. dem Streitbaren ein weiterer spätromanischer Bau, dessen Westfassade noch erhalten ist. Sie besteht aus den beiden Heidentürmen und dazwischen dem Riesentor. Der Ursprung beider Namen ist nicht völlig geklärt. Heidentürme kommt vielleicht von den Steinen, die von altrömischen Ruinen stammten, möglicherweise auch von den beiden Darstellungen der nichtchristlichen Fruchtbarkeitssymbole Phallus und Vulva, welche die beiden Blendsäulen in der Westwand unterhalb der Türme krönen.

Stephansdom Wien - Gemälde aus dem Belvedere - www.wien-erleben.com
Der Stephansdom auf einem Gemälde aus dem oberen Belvedere

Die gotische Bauperiode

Unter den Habsburgern begann die gotische Bauperiode. Dabei wurde zwischen 1304 und 1340 ein vergrößerter Chor im gotischen Stil gebaut. Die Regierungszeit von Herzog Rudolf IV. war bedeutsam für die Kirche: Am 7. April 1359 legte er den Grundstein für den Südturm, der 1433 vollendet wurde, und den gotischen Erweiterungsbau der Kirche. Der Turm war mit 136 Metern bis zur Vollendung des Straßburger Münsterturms im Jahre 1439 der höchste Turm Europas.

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In der Absicht, die Hauptkirche seiner Residenzstadt aufzuwerten, verlegte Rudolf im Jahre 1365 das von ihm 1358 in der Allerheiligenkapelle in der Hofburg zu Wien errichtete Kollegiatstift als „Domkapitel“ in die Stephanskirche, verlieh dessen Propst den Titel „Erzkanzler von Österreich“ und ernannte ihn zum Kanzler (Rektor) der neuen Universität in Wien. Auch die bedeutende Sammlung von Reliquien und die Gründung der Herzogsgruft gehen auf Rudolf IV. zurück. Als Rudolf 1365 unerwartet verstarb, wurde er entsprechend im Chor bestattet.

Der Nordturm entsteht

Stephansdom Wien - Nordturm bei Nacht - www.wien-erleben.comEine Inschrifttafel von 1474 bezeichnete das Vollendungsdatum des Kirchenbaus, wenngleich noch ohne den erst 1450 begonnenen Nordturm. Kurz zuvor, im Jahre 1469 war Wien zudem zum Bistum und damit der Stephansdom zur Kathedrale erhoben worden, so dass auch das von Rudolf IV. begründete Kollegiatstift zum Domkapitel wurde.
Der Nordturm sollte ursprünglich die Höhe des Straßburger und Ulmer Münsters übertreffen. Bis 1477 wurde das Portalgeschoß vollendet, danach das Doppelfenstergeschoß, und anschließend das nachfolgende Freigeschoß, bis 1513 nach knapp einem halben Jahrhundert Bautätigkeit der Weiterbau eingestellt wurde. Noch 1523 wurde der Entschluss zur Turmvollendung gefasst, aber nicht mehr umgesetzt. Die kriegerischen Umstände verhinderten den Weiterbau. 1578 wurde auf den Turmstumpf ein einfaches Glockengeschoß mit einer Renaissance-Haube gesetzt.

Während der Türkenbelagerung 1683 wurde der Dom durch türkische Kanonenkugeln beschädigt. Aus den Kanonen der Belagerer wurde danach die große Glocke (die Pummerin) gegossen. 1713 leistete Kaiser Karl VI. im Dom das Gelöbnis, eine Kirche zu stiften, wenn die Pest ausklinge. Rund drei Jahre später wurde mit dem Bau der Karlskirche begonnen.

Stephansdom Wien - Ausblick vom Nordturm - www.wien-erleben.com
Die Aussicht vom Nordturm ist fantastisch

Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau

Die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs sowie die Kämpfe im Stadtgebiet überstand der Stephansdom ohne größere Schäden. Am 6. April durchschlug jedoch eine Bombe das Gewölbe des südlichen Seitenschiffes. Als am 10. April 1945 vom Turm eine weiße Fahne gehisst wurde, verweigerte der Wehrmachtshauptmann Gerhard Klinkicht den Befehl des Stadtkommandanten, den „… Dom zunächst mit 100 Granaten in Schutt und Asche zu legen.“

Stephansdom Wien - Spitze der Heidentürme der Westfassade - www.wien-erleben.com
Die Heidentürme der Westfassade

In der Nacht zum 12. April 1945 brannten der Lärchenholz-Dachstuhl und der Glockenturm des Stephansdomes vollständig ab bzw. aus. Das Feuer ist von umliegenden Gebäuden übergegriffen, in denen Plünderer Feuer gelegt hatten. Durch die vorangegangenen Gefechte waren Löcher im Domdach entstanden; der Funkenflug konnte durch diese in den Dachstuhl gelangen und ihn entzünden. Die Kampfhandlungen während der Schlacht um Wien verhinderten effektive Löscharbeiten. Der brennende Glockenstuhl mit der Pummerin brach am 12. April nachmittags zusammen. Die Glocke zerschellte auf der Gewölbeöffnung im Boden der Glockenstube, der Großteil ihrer Bruchstücke fiel durch die Öffnung in die Turmhalle und zerschlug dort das Türkenbefreiungsdenkmal. Die wertvolle Walcker-Orgel von 1886 verbrannte, nachdem Glut aus dem Dachstuhl durch eine Öffnung im Gewölbe in sie hineinfiel. In den Morgenstunden des 13. April stürzte eine 16 m hohe Stützwand im Dachstuhl ein und zerschlug dabei mehrere Gewölbe des Mittel- und Südchores. Die Empore mit der Chororgel, die Kaiserloge und das wertvolle gotische Chorgestühl wurden dabei von den Schuttmassen zertrümmert und von den brennenden Dachbalken entzündet. Das Grabmal Friedrichs III. blieb dank einer Einmauerung fast unbeschädigt.

Stephansdom Wien - Dachboden - www.wien-erleben.com
Der Dachboden hat heute eine Stahlkonstruktion

Der Wiederaufbau des Stephansdoms, der unter anderem durch zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung finanziert wurde, begann sofort nach dem Kriegsende. Der Stahl-Dachstuhl wurde 1950 fertiggestellt. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte 1952 mit dem Einzug der neu gegossenen Pummerin.

Der Stephansdom von Außen – der Südturm

Stephansdom Wien - Spitze des Südturms - www.wien-erleben.comDer Südturm ist ein architektonisches Meisterwerk der damaligen Zeit und ist als Hauptturm 136,4 Meter hoch. Trotz seiner bemerkenswerten Höhe ist das Fundament weniger als vier Meter tief. Unterhalb der Spitze ragen zwölf Fialtürmchen empor. Bis auf eine Höhe von 72 Metern ist er für die Öffentlichkeit zugänglich, dort befindet sich die sogenannte Türmerstube. Das Besteigen der Turmspitze ist ausschließlich Mitarbeitern des Dombauamtes vorbehalten. Dazu verlässt man das Turminnere in einer Höhe von etwa 110 m. Ab dort kann man auf einer außen angebrachten Eisenleiter und durch die Kreuzblume hindurch bis auf diese steigen.

Der südliche Hochturm von St. Stephan kann als eine der monumentalsten Lösungen, die im Mittelalter vollendet wurden, gelten. Er verbindet sich nicht mit dem Kirchenbau, sondern ist ihm als ein zusätzliches Element seitlich angefügt. Die Turmspitze wird heute durch ein von einem Doppeladler getragenes Doppelkreuz gebildet.

Ab 1534 verrichtete ein Türmer in 72 m Höhe die Funktion eines Feuerbeobachters. 1551 brachte man acht Hirschgeweihe im Aberglauben, dass diese den Dom vor Blitzen schützen, am Südturm an.

Stephansdom Wien - Türmerstube im Südturm - www.wien-erleben.com
Die Türmerstube im Südturm

Der unvollendete Nordturm

Mit dem Nordturm sollte der Dom in seinem äußeren Erscheinungsbild vollendet werden. Die Bauarbeiten an diesem Turm begannen im Jahre 1467 und dauerten bis 1511. Sie wurden jedoch wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten, religiöser Wirren – Wien war um 1520 eine protestantische Stadt geworden, während die Niederösterreichischen Stände gegen die Protestanten vorgingen und lutherische Gottesdienste in den Bürgerhäusern verboten wurden – und wegen der nahenden Türkengefahr nicht weiter fortgeführt, sodass der Nordturm unvollendet blieb. Der Nordturm ist insgesamt 68,3 Meter hoch.

Stephansdom Wien - Nordturm mit Fiaker - www.wien-erleben.com

Das imposante Dach

Am auffälligsten neben den Türmen ist das Dach. Es erhebt sich 37,5 Meter über dem Langhaus und 25,3 Meter über dem Chor mit einer Länge von 110 Metern. Es ist mit rund 230.000 Dachziegeln bedeckt, die im Langhausbereich in einem Zickzack-Muster arrangiert sind und in insgesamt zehn Farbtönen hergestellt wurden. Jeder dieser Ziegel wiegt 2,5 kg, ist mit zwei Kupfernägeln an die Dachsparren angenagelt und zusätzlich noch in Mörtel gebettet.

Stephansdom Wien - Dach mit Spitze des Südturms - www.wien-erleben.com

Über dem Chor ist auf der Südseite das Wappen des österreichischen Kaisertums mit dem Monogramm von Kaiser Franz I. dargestellt, auf der Nordseite das Wappen der Stadt Wien und das Wappen der Republik Österreich.

Der Dachstuhl ist eine rund 600 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, die den Lärchenholz-Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert ersetzte, der 1945 zur Gänze abgebrannt war. Bei seiner Wiederinstandsetzung wurde zusätzlich vorab über den Gewölben eine Betondecke eingezogen um einerseits das Innere des Doms bis zur Fertigstellung des Daches zu schützen und anderseits eine Arbeits- und Lagerfläche für den Wiederaufbau des Daches zu haben.

Stephansdom Wien - Dach mit Wappenadler - www.wien-erleben.com

Stephansdom Wien - Wasserspeier - www.wien-erleben.com
Ein Wasserspeier der Regenrinne

Das Riesentor als Haupteingang

Das Hauptportal, das so genannte „Riesentor“, liegt auf der Westseite des Doms zwischen den beiden „Heidentürmen“. Es wurde zwischen 1230 und 1250 in romanischem Stil erbaut und später in ein reich gegliedertes Trichterportal umgestaltet. Es zählt mit dem gesamten Westwerk zum ältesten und bedeutendsten Bestand der Kathedrale.

Stephansdom Wien - Riesentor - www.wien-erleben.com

Rechts von Riesentor befindet sich auf der südlichen Seite des Doms am Beginn des Langhauses das Singertor, das als das bedeutendste gotische Kunstwerk des Doms gilt. Das Bischofstor liegt symmetrisch zum Singertor links vom Riesentor am Beginn der nördlichen Seite des Langhauses. Das breit angelegte, aber nur sparsam mit einer bekrönten Marienstatue aus dem 17. Jahrhundert ausgestattete gotische Adlertor befindet sich auf der Nordseite des Langhauses unterhalb des Nordturmes. Das Primglöckleintor befindet sich auf der südlichen Seite des Langhauses unterhalb des hohen Südturmes, ist ganz ähnlich wie das Adlertor angelegt und ebenso sparsam ausgestattet.

Stephansdom Wien - Westseite mit Heidentürmen und Riesentor - www.wien-erleben.com

 

Asylring oder Leo

Der Asylring oder das Leo am linken Pfeiler des Adlertores ist eine sehr alte Seilrolle, Umlenkrolle oder Gurtrolle, die auch heute noch drehbar ist. Durch das Berühren des Asylringes konnten sich Verfolgte unter den Schutz der Kirche stellen. Die Bezeichnung Leo bezieht sich auf Herzog Leopold den Glorreichen, der diese Form des Asyls eingeführt hat.

Die Capistrankanzel

Stephansdom Wien - Capistrankanzel - www.wien-erleben.comDie Capistrankanzel ist eine kleine gotische Kanzel aus Sandstein, die sich außen an der Ecke des Nordchors des Stephansdoms befindet. Sie wurde zwischen 1430 und 1450 gebaut, stand jedoch ursprünglich auf einem kleinen Hügel nahe dem heutigen Churhaus am „Stephansfreithof“, dem Friedhof zu St. Stephan und wurde für Leichenreden und Ansprachen der Priester verwendet.
Ihr Name erinnert an den Franziskaner Johannes Capistrano, einen einst berühmten Prediger gegen eine luxuriöse und lasterhafte Lebensführung; er warnte vor der Bedrohung des Christentums durch den Vormarsch der Osmanen, war aber auch Inquisitor, Heerführer und initiierte Pogrome gegen Juden. Am 6. Juni 1451 traf Capistrano in Wien ein und hielt auf dieser Kanzel 32 Predigten, die offenbar großen Zulauf fanden.

Zeichen des Widerstands und die Tuchelle

Auf der Westseite sind die denkmalgeschützten Zeichen der Widerstandsbewegung O5 zu sehen, die 1938 bis 1945 Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Ursprünglich waren sie in weißer Farbe aufgemalt; als sie verblassten, hat man sie durch die Eingravierung ersetzt.

Auf der linken Seite des Haupttores sind zwei Metallstäbe in der Mauer eingelassen, es handelt sich hierbei um die Tuch- und Leinenelle. Diese Ellen waren einst rechtsgültige Längenmaße und konnten von jedem Bürger zur Überprüfung der Abmessungen von Waren genutzt werden. Im Mittelalter drohte Handwerkern Bestrafung, wenn ihre Produkte nicht die korrekten Maße vorweisen konnten; mit Hilfe der Ellen konnten sich somit die Handwerker vor Bestrafung und die Konsumenten vor etwaigem Betrug schützen.

Stephansdom Wien - die Südseite von der Skybar aus gesehen - www.wien-erleben.com
Blick von der Skybar auf den Stephansdom

Das Dominnere

Stephansdom Wien - Marienstature - www.wien-erleben.comDas Langhaus des Doms ist dreischiffig, was ihn als Stadtpfarrkirche ausweist. Das Hauptschiff ist auf den Hauptaltar ausgerichtet, das linke Seitenschiff hat ein Marienprogramm, das rechte Seitenschiff ist den Aposteln gewidmet.

Obwohl das Innere sein Aussehen im Mittelalter erhielt, ist das ursprüngliche künstlerische und liturgische Ensemble aus der Zeit nur noch lückenhaft vorhanden, da der Bau während des Barocks nochmal umfassend verändert wurde. Die Gnadenfigur der sogenannten Dienstbotenmuttergottes aus der Zeit zwischen 1280 und 1320 ist ein Original aus der Zeit, dessen Gestaltung auf französische Vorbilder zurückgeführt wird.

Der Hochaltar und die Seitenaltäre

Stephansdom Wien - der Hauptaltar - www.wien-erleben.com

Der Hochaltar des Doms ist ein frühbarockes Meisterwerk aus Marmor und Stein. Er gleicht in seinem Aufbau einem Portal, ist daher ein Porta-Coelis (Himmelspforten-)Altar. Thema ist die Steinigung des Heiligen Stephan, des Namenspatrons des Doms. Bekrönt wird der Altar von einer Statue der Immaculata. Er wurde von Fürstbischof Philipp Friedrich Graf Breuner am 1. März 1641 in Auftrag gegeben.

An den Pfeilern und an den Seitenschiffen befinden sich zahlreiche andere Altäre. Der bedeutendste ist der Wiener Neustädter Altar aus dem Jahr 1447 – ein typischer gotischer Flügelaltar, der Szenen aus dem Leben der heiligen Jungfrau Maria zeigt. Der Wiener Neustädter Altar kam erst 1883 in den Dom, davor befand er sich im Stift Neukloster in Wiener Neustadt. Er gehört somit nicht zur ursprünglichen mittelalterlichen Ausstattung des Stephansdoms.

Stephansdom Wien - der Wiener Neustädter Altar - www.wien-erleben.com

Grabmäler im Stephansdom

Im Nordchor neben dem Wiener Neustädter Altar befindet sich der Kenotaph Rudolfs IV. und seiner Frau, der aber in sehr schlechtem Zustand ist. Ursprünglich stand er im Mittelchor mit dem Porträt Rudolfs IV. darüber gehängt.

Im Südchor befindet sich das Grabmal Friedrichs III. Es wurde ab 1463 geschaffen und ist eines der bedeutendsten plastischen Kunstwerke des Spätmittelalters. Gefertigt wurde es aus Adneter Marmor, der wegen seiner Buntscheckigkeit besonders schwer zu bearbeiten ist. Von Meister Niclas selbst stammt die Deckplatte des Grabmals. Sie allein wiegt über 8 Tonnen und zeigt eine portraitähnliche Darstellung des Kaisers im Krönungsornat, umgeben von seinen Wappen und Herrschaftsattributen. Die Reliefdarstellungen an den Seiten des Grabmals erinnern an die zahlreichen Klostergründungen des Kaisers.

Stephansdom Wien - Grabmal Friedrich III. - www.wien-erleben.com

Die Kanzel

Ein weiteres Meisterwerk der spätgotischen Plastik ist die Kanzel aus Breitenbrunner Kalksandstein. Der Kanzelkorb erhebt sich wie eine stilisierte Blüte aus dem Kanzelfuß. Auf dem Kanzelkorb sind die Porträts der vier Kirchenväter, der Handlauf ist von Fröschen und Lurchen bevölkert. Im unteren Teil der Treppe ist der Fenstergucker – das plastische Selbstporträt eines unbekannten Meisters.

Stephansdom Wien - die Kanzel - www.wien-erleben.com

Kapellen im Dom

Der Dom ist mit mehreren kunsthistorisch bedeutenden Kapellen ausgestattet. Auf der Westseite des Doms befinden sich vier Kapellen, die auf den gotischen Ausbau unter Herzog Rudolf IV. in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zurückgehen. Zwei befinden sich an der nordwestlichen und zwei auf der südwestlichen Ecke des Doms, die jeweils übereinander angeordnet sind. Im Erdgeschoß befinden sich die Prinz-Eugen-Kapelle und die Eligiuskapelle. Im ersten Stock über diesen beiden Kapellen befinden sich zwei weitere Kapellen, die Valentins- und die Bartholomäuskapelle. Zwei bedeutende – ebenso symmetrisch angeordnete – gotische Kapellen befinden sich außerhalb des Langhauses, jeweils östlich der beiden gotischen Haupttürme des Doms, die Katharinen- und die Barbarakapelle.

Die Fenster des Stephansdoms

Stephansdom Wien - Fenster im Dom - www.wien-erleben.comDie farbenprächtigen mittelalterlichen Fenster des Stephansdoms wurden während der Umbauten in der Barockzeit durch farblose Fenster ersetzt, da man die alten nicht mehr als zeitgemäß empfand. Im 19. Jahrhundert wurden wieder sehr farbenfrohe und prächtige Buntglasfenster im Stil der Neugotik eingesetzt. Diese gingen im Lauf des Zweiten Weltkriegs durch Bomben und den Brand des Doms verloren. Die heutigen einfachen Glasfenster aus der Nachkriegszeit sind Geschenke des Landes Tirol. Nur die Fenster hinter dem Hauptaltar, im 19. Jahrhundert allerdings stark ergänzt und aus Restbeständen neu zusammengefügt, sind noch Originale aus dem Mittelalter. Das Buntglasfenster der Rosette hinter der Hauptorgel ist eine moderne Ausführung.

Von den historischen Fenstern blieben weiters jene der Bartholomäuskapelle teilweise erhalten. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert. 40 Fenster wurden 1887 dem damals neuen Historischen Museum der Stadt Wien überlassen. 2011 wurde das erste dieser Fenster an den Dom retourniert.

Die Ostung der Kirche ermöglicht Besuchern an zwei besonderen Tagen im Jahr mittags ein Lichtspiel zu beobachten: immer am 26. Dezember, dem Namenstag des Kirchenpatrones, ist seine Ikone am Hauptaltar durch die Sonne erleuchtet; am 6. Jänner, dem Ende der Epiphanie und Dreikönigstag, erstrahlen die drei Kronen der Heiligen Drei Könige im Lichterglanz.

Die Domorgeln

Die erste urkundliche Erwähnung einer Orgel im Stephansdom geht auf das Jahr 1334 zurück. Die Orgel am Füchsel-Baldachin wurde 1507 errichtet und 1545 erweitert. 1701 errichtete Josef Römer aus Wien eine neue Orgel mit 10 Registern auf dem über dem Chorgestühl neu errichteten Musikantenchor. Dieses Instrument wurde 1886 durch einen Neubau ersetzt, wobei das vorhandene Gehäuse weiter Verwendung fand. 1945 wurde die betreffende Orgel beim Brand des Doms zerstört.

Stephansdom Wien - die Orgel - www.wien-erleben.com

Nach der Wiedererrichtung des Doms erbaute der Wiener Orgelbauer Johann M. Kauffmann zwei neue Orgeln: 1952 wurde die Chororgel mit 18 Registern fertiggestellt. In den Jahren 1956 bis 1960 wurde auf der Westempore ein neues Instrument errichtet. Die sogenannte Kauffmann-Orgel hatte 125 Register (ca. 10.000 Pfeifen) und war damals die größte Orgel Österreichs. Das Instrument war mit bereits zu ihrer Entstehungszeit überholten elektrischen Kegelladen errichtet worden und gilt als von Anfang an klanglich und technisch misslungen.

Die Kauffmann-Orgel wurde lange als unsanierbar angesehen. Daher wurde die Anschaffung einer neuen Orgel, der sogenannten Domorgel beschlossen. Das neue Instrument wurde 1991 erbaut und ist ebenerdig im südlichen Seitenschiff nahe der Vierung aufgestellt. Die Orgel hat 55 Register und ist als ein Universalinstrument konzipiert, das die Darbietung von Orgelmusik unterschiedlichster Epochen ermöglicht.

Mit der Einweihung der neuen Domorgel im Jahre 1991 wurde die Kauffmann-Orgel stillgelegt. Lange Zeit war unklar, was mit ihr geschehen sollte, bis schließlich 2017 ihre Renovierung beschlossen wurde. Die Segnung wurde am 4. Oktober 2020 feierlich vollzogen,

Stephansdom Wien - Kruzifixkapelle - www.wien-erleben.com
Über die Unterkirche gelangt man in die Katakomben

Die Katakomben

Unter dem Dom befindet sich eine weitläufige Anlage von etwa 30 Grabkammern, die seit dem 19. Jahrhundert „Katakomben“ genannt werden. Der Zugang erfolgt durch eine Stiege im linken Seitenschiff und über die Unterkirche. Die Katakomben gehen im Kern auf eine fürstliche Grabkammer zurück, die Herzog Rudolf IV. um das Jahr 1363 errichten ließ und heute als Herzogsgruft bezeichnet wird. Unter Maria Theresia wurde die Herzogsgruft stark erweitert.Stephansdom Wien - Massengrab in den Katakomben - www.wien-erleben.com

Nach der Sperre des oberirdischen Friedhofs 1732 wurden ab 1745 die „neuen Grüfte“ angelegt, die nicht unter dem Dom, sondern unter dem Stephansplatz liegen. Der Zugang erfolgte über die Kruzifixkapelle neben der Capistrankanzel an der Außenseite des Doms. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Leichname hier unterirdisch deponiert. Diese Praxis wurde 1783 unter Kaiser Joseph II. verboten, viele Gebeine verblieben aber unter dem Dom. Im 20. Jahrhundert wurden mehrere Grabkammern durch den Bau einer Tiefgarage zerstört. Ein Teil der Katakomben kann bei Führungen besichtigt werden.

Herzogsgruft, Bischofsgruft und Domherrengruft

Stephansdom Wien - Herzogsgruft in den Katakomben - www.wien-erleben.com

Die Herzogsgruft, die sich in einem gewölbten Raum unter dem Mittelchor befindet, besteht aus zwei Teilen. Im Hauptteil befinden sich 16 Särge von Mitgliedern des Hauses Österreich, in Wandnischen befinden sich darüber hinaus Behälter, in denen die Eingeweide von 76 Mitgliedern der Herrscherfamilie bestattet wurden, deren Körper seit 1633 in der Kapuzinergruft und deren Herzen seit 1637 in der „Herzerlgruft“ in der Lorettokapelle der Augustinerkirche begraben wurden.

Neben der Kapuzinergruft ist diese Sammlung auf kleinstem Raum in der Krypta im Stephansdom das bedeutendste Reliquarium sterblicher Überreste österreichischer Herrscher und deren Familien.

Stephansdom Wien - Reliquarium der Habsburger - www.wien-erleben.com

In der Bischofsgruft befinden sich die Kupfersärge der Bischöfe, Fürstbischöfe, Fürsterzbischöfe und Erzbischöfe von Wien. In der Domherrengruft werden Mitglieder des Domkapitels bestattet.

Stephansdom Wien - Unterirdische Gänge in den Katakomben - www.wien-erleben.com

Der Domschatz von St. Stephan

Stephansdom Wien - Modell des Doms auf dem Stephansplatz - www.wien-erleben.comUnter dem Titel „Domschatz“ versteht man zahlreiche Meisterwerke der sakralen Malerei, Gold- und Silberschmiedekunst sowie hunderte Reliquien und andere historische Konglomerate, die im Eigentum des von Rudolf IV. gegründeten Metropolitankapitels St. Stephan zu Wien bzw. des Kirchenmeisteramtes sind.

Der Öffentlichkeit werden sie im Dom Museum Wien und in einer musealen Dauerausstellung im oberen Westwerk, dem ältesten Teil der Domkirche, mit dem Titel „Domschatz von St. Stephan“ präsentiert. Die meisten Objekte werden in der Domkirche ausgestellt, jedoch die mit einem hohen kultur- und kunsthistorischen Wert wie beispielsweise das goldseidene Grabtuch Rudolfs IV. und sein Bildnis, das als ältestes in Schrägansicht gemalte Porträt des Abendlandes gilt, im Dommuseum.

Das Bronzemodell neben dem Dom

Ein Modell des Stephansdomes – in Form eines auf einem Sockel montierten Bronzemodells – im Maßstab 1:100 befindet sich seit 5. Juni 2002 vor der Kirche; es wurde vom Lions Club gestiftet.

Glocken – die Pummerin

Stephansdom Wien - die Pummerin, die größte Glocke des Doms - www.wien-erleben.comDer Stephansdom verfügt über 22 Kirchenglocken, von denen 18 als liturgisches Geläut und zwei als Uhrglocken dienen; zwei Glocken sind abgestellt und außer Funktion. Die bedeutendste Glocke ist die Pummerin. Sie ist die größte Glocke und hängt im Nordturm. Sie ist die größte Glocke in Österreich und die drittgrößte Glocke in West- und Mitteleuropa. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1951 als Geschenk des Bundeslandes Oberösterreich aus dem Metall ihrer Vorgängerin erneut gegossen. Sie wird nur an Hochfesten sowie in der Neujahrsnacht und aus besonderen Anlässen geläutet. Sie wiegt 20.130 kg und hat einen Durchmesser von 3,14 m. Das Hauptgeläut – Festgeläut genannt – besteht aus den elf Glocken, die 1960 gegossen wurden und in der Glockenstube des Südturms aufgehängt sind.

Maße und Zahlensymbolik

Die Abmessungen des Doms sind imposant. Die Gesamtlänge außen ist 108,7 m. und die Breite ohne Türme 34,2 m. Mit den Türmen kommt man auf 72,0 m. Die Höhe der drei Chorhallen misst 22,4 m., der Südturm 136,44 m und der Nordturm 68,3 m. Das Dach ist 110 m. lang.

Den Maßen des Doms liegen die Zahlen Drei (für die Dreifaltigkeit) und Vier (die Zahl des Irdischen zugrunde. Drei plus Vier ist Sieben, die Zahl der Schöpfungstage, Sakramente, Haupttugenden, Hauptlaster, Seligpreisungen, Worte am Kreuz, Gaben des Heiligen Geistes und anderes.

Stephansdom Wien - Dach der Südseite - www.wien-erleben.com

Sieben hinter der Drei ergibt Siebenunddreißig. Drei mal Siebenunddreißig ist Hundertelf. Nach häufiger Angabe sei der Dom (innen) 111 Fuß breit, außen (inkl. Türme) 222 Fuß breit und 333 Fuß lang, der Südturm sei 444 Fuß hoch; in der Realität weicht jedoch die Länge von 109 m deutlich davon ab (ca. 350 Fuß), je nachdem welches exakte Fuß man heranzieht – das wurde in Wien erst zu Ende des Mittelalters überhaupt standardisiert.

Das Treppengeländer zur Kanzel setzt sich aus stilisierten Rädern zusammen, einem Dreipass (dreimal unterteilt) und einem Vierpass. Die Anzahl der Stufen auf der Treppe zur Türmerstube des Glockenturms (und damit der heutigen Aussichtsterrasse) beträgt 343, das ist 7 × 7 × 7. Zwölf (3 × 4) Fialentürmchen schließen den Unterbau des Südturms ab. Aus deren Mitte erhebt sich die Turmspitze (Christus und die 12 Apostel). Die Fenster im Langhaus (Aufenthaltsort der Laien) bestehen aus je vier, die Fenster im Priesterbereich aus je drei Teilen.

Stephansdom Wien - Firaker von oben gesehen Nordturm - www.wien-erleben.com
Vom Nordturm aus schauen die Fiaker am Standplatz ungewohnt klein aus

Der Dom als Feuerwache

Als jahrhundertelang höchstes Gebäude Wiens beherbergte der Dom einst auch die Feuerwache der Stadt. So wurde im Jahre 1534, also fünf Jahre nach der Ersten Türkenbelagerung, die Funktion eines Türmers eingerichtet, der in einer Türmerstube in einer Höhe von 72 Metern seinen Dienst versah. Bei Wahrnehmung eines Brandes innerhalb der Stadt musste dieser am Tag eine rote Fahne und bei Nacht eine rote Laterne in Richtung des Feuers schwenken und mit einem blechernen Sprachrohr die Bevölkerung warnen. Obwohl bereits in der Zwischenkriegszeit Zweifel an der Notwendigkeit aufkamen, waren Türmer bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Der letzte Türmer versah bis zum 31. Dezember 1955, also 421 Jahre nach der Einrichtung dieser Funktion, seinen Dienst.

Stephansdom Wien - Spiegelung im Haashaus - www.wien-erleben.com
Der Dom als Spiegelung im Haashaus

Sportveranstaltungen

Seit 2012 findet jährlich im Mai während des Steffl-Kirtags ein Treppenlauf im Südturm zur Türmerstube statt. Der vom Österreichischen Leichtathletik-Verband veranstaltete Lauf zählt seit der erstmaligen Austragung auch zum Treppenlauf-Weltcup. Die Streckenrekorde für die 343 Stufen bzw. 67 Höhenmeter werden von Matjaž Mikloša (SLO, m, 2014) mit 1:17,75 min und Sandrina Illes (AUT, w, 2014) mit 1:59,02 min gehalten (Stand 2015).

In der Fastenzeit 2019 bis Pfingstmontag verwandelte der Künstler Peter Baldinger das Mittelschiff der Kirche in einen beeindruckenden „Sky of Stones“ – einen „Himmel aus Steinen“. Exakt 1.332 Pappsteine schweben über den Köpfen der Besucher. in drei verschiedenen Lichtstimmungen, die mit der Liturgie einhergehen: violett in der Fastenzeit, Gold zu Ostern und rot in der Pfingstzeit. Traditionell verhüllt ist auch der Altar des Domes. Damals mit einem Fastentuch aus Edelstahlplättchen. Der „Echo Curtain“ ist aus 612 spiegelnden Edelstahlplättchen gefertigt.

Außerdem finden im Dom auch Konzerte statt. Link dazu unten bei Informationen.

Kunst im Dom

Seit dem 4. April 2021 (Ostern) befindet im Dom eine Kunstinstallation der Wiener Künstlerin Billi Thanner. Eine Leiter aus golden leuchtenden Neonröhren beginnt in der Taufkapelle mit 21 Sprossen bis zu dessen Gewölbe und führt danach mit 33 Sprossen an der Westseite des Südturm bis zu dessen Spitze. Die Installation sollte ursprünglich bis Ende Mai verbleiben, wurde aber bis Ende September verlängert.

Stephansdom Wien - Die Himmerlsleiter im Dom - www.wien-erleben.com
Stephansdom Wien - Die Himmelsleiter auf dem Südturm - www.wien-erleben.com

In der Fastenzeit 2019 bis Pfingstmontag verwandelte der Künstler Peter Baldinger das Mittelschiff der Kirche in einen beeindruckenden „Sky of Stones“ – einen „Himmel aus Steinen“. Exakt 1.332 Pappsteine schweben über den Köpfen der Besucher. in drei verschiedenen Lichtstimmungen, die mit der Liturgie einhergehen: violett in der Fastenzeit, Gold zu Ostern und rot in der Pfingstzeit. Traditionell verhüllt ist auch der Altar des Domes. Damals mit einem Fastentuch aus Edelstahlplättchen. Der „Echo Curtain“ ist aus 612 spiegelnden Edelstahlplättchen gefertigt.

Außerdem finden im Dom auch Konzerte statt. Link dazu unten bei Informationen.

Stephansdom Wien - Lebende Steine in lithurgischen Farben - www.wien-erleben.com

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Informationen

Adresse: Domkirche St. Stephan, Stephansplatz 3, 1010 Wien (1. Bezirk)

Öffentliche Verkehrsmittel: U1 / U3 Station Stephansplatz

Besichtigungszeiten: Mo. bis Sa. 9.00 – 11.30 sowie 13.00 – 16.30 Uhr  |  Sonn- und Feiertage 13.00 – 16.30 Uhr (Vorbehaltlich Änderungen aus Liturgischen Gründen)

Web: www.stephanskirche.at

Führungen: www.stephanskirche.at/visit.php

Konzerte: www.stephanskirche.at/concerts.php

Virtuelle Tour: www.danielordelt.at/?portfolio=stephansdom360

Instagram: www.instagram.com/stephansdom/

Quellen: Website Stephanskirche und Wikipedia


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Unterirdische Gänge in den Katakomben
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Spitze des Nordturms
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